Liebe Echingerinnen und Echinger,
wie schon vor sechs Jahren wechselt genau mit dem Ende der Wahlperiode von Gemeinderat und Bürgermeister auch unser Bürgerhaus-Wirt. Ab Mai wird uns das Ehepaar Kulasegaram und sein Team mit indischen und mit indisch angehauchten bayerischen Köstlichkeiten verwöhnen. Wir dürfen gespannt sein, was uns der „Spicy Bayer“, übersetzt der „Scharfe Bayer“, anbieten wird. Bis dahin ist Fasten angesagt, denn am 18. Februar haben dieses Jahr sowohl die christliche Fastenzeit als auch der muslimische Fastenmonat Ramadan begonnen. Dieser gemeinsame Start ist sehr selten und ereignete sich zuletzt 1928. Eine ideale Chance, um sich unabhängig des Glaubens gemeinsam im Verzicht und in der Besinnung auf das Wesentliche zu üben.
Diese Selbstfindung habe ich beruflich gerade hinter mir: Ich habe mich entschieden, mich erneut zur Wahl zu stellen, da ich mich für die anstehenden Entwicklungen unserer Gemeinde verantwortlich fühle. Ich will die vielen angestoßenen Großprojekte wie die KiTa Eching-West mit Wohnungen, den kommunalen Wohnungsbau an der Pommernstraße, den barrierefreie Ausbau unseres S-Bahnhofs, den Neubau unseres Gemeindebauhofs, die Neugestaltung des Bürgerplatzes, die Revitalisierung des Huberwirts, den Fernwärmeausbau und die Geothermiebohrung, die drei geplanten Neubaugebiete und den Hochtechnologie-Gewerbepark „Isar Valley“ in Dietersheim sowie die vielen kleinen Initiativen wie „Jugend entscheidet“, fahrradfreundliche Kommune, die Klimapartnerschaft mit Urubamba in Peru, unser Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) sowie unser Mobilitäts- und Ortsmittenkonzept im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) bis zu ihrer Umsetzung vorantreiben. Ich bin bereit diese Projekte weiterhin mit Freude und voller Tatendrang anzugehen, wenn Sie das wünschen. Alle Großprojekte während meiner beiden Amtszeiten wurden im Zeitplan und im veranschlagten Kostenrahmen umgesetzt, denn das ist mein Anspruch an mich selbst als Projektleiter. Als Kaufmann bilden für mich solide Finanzen die Grundvoraussetzung für künftige Investitionen und daher bin ich stolz, dass ich die Schulden der Gemeinde von anfangs 15 Mio. Euro auf 3 Mio. Euro reduzieren konnte und zudem die Rücklagen von 9,5 Mio. Euro auf 24 Mio. Euro im Jahr 2025 erhöhen konnte. Doch ohne Mannschaft kann der beste Trainer nichts abliefern, und daher motiviert es mich besonders, dass wir im Rathaus mittlerweile ein engagiertes und eingespieltes Team sind. Dies erforderte in den letzten Jahren einige organisatorische und personelle Änderungen, sodass wir jetzt eine gute Mischung aus erfahrenen und neuen Kolleginnen und Kollegen sind. Zwei Drittel dieser Mannschaft sind während meiner Zeit neu dazugekommen.
Normalerweise kommentiere ich Gerüchte nicht, aber auf eines möchte ich kurz eingehen: In den letzten Wochen wurde ich oft darauf angesprochen, dass ich mich zur Wahl stellen würde, um einen Anspruch auf eine Beamtenpension zu erhalten. Dies ist eine Falschbehauptung, denn in Art. 21 Abs. 2 Satz 2 KWBG ist klar geregelt, dass mir eine solche Pension bereits jetzt zusteht, da ich meine erste Amtszeit freiwillig verkürzt habe und somit die zehnjährige Wartezeit bereits im zehnten Jahr als erfüllt gilt. Ich stelle mich nicht aus finanziellen Gründen zur Wahl, zumal ich zu meinem früheren Arbeitgeber bei vergleichbarem Gehalt plus sofortiger Beamtenpension zurückkehren hätte können, sondern weil mich die Arbeit als Ihr Bürgermeister erfüllt, ich mich für Eching und für die Kolleginnen und Kollegen in der Gemeindeverwaltung verantwortlich fühle und weil mir die Zukunft unserer Gemeinde am Herzen liegt.
Ohne in meinem Brief als ohnehin parteifreier Bürgermeister irgendeine Wahlempfehlung auszusprechen, möchte ich Sie bitten, am 8. März, dem alljährlichen Weltfrauentag, oder vorab per Briefwahl Ihre Stimme bei der Kommunalwahl zu nutzen. Sie bestimmen über die künftige Zusammensetzung des Kreistags und des Gemeinderats sowie über die Person des/r Freisinger Landrats/rätin und des Echinger Bürgermeisters. Denn nur wer seine Stimme nutzt, hat auch das Recht sich zu beschweren, wenn etwas nicht rund läuft. Ob Sie hier im ECHO künftig weiterhin einen Brief von mir mit aktuellen Informationen direkt aus dem Rathaus lesen möchten, entscheiden Sie somit selbst mit Ihrer Stimme am 8. März. Jeden meiner mittlerweile über 100 monatlichen Bürgermeisterbriefe habe ich selbst verfasst, weil es mir wichtig ist, Sie mit direkten Informationen zu versorgen und weil Sie wissen sollen, dass ich ein Bürgermeister mit Profil und eigener Meinung bin.
Herzlichst
Ihr Sebastian Thaler
Erster Bürgermeister