März 2021 – Start der Bewerbungsphase für die Neubaugebiete Eching-West und Dietersheim – Infoveranstaltung am 10. März

Liebe Echinger

Im Dezember 2020 hat der Gemeinderat die Konditionen für die Vergabe der gemeindlichen Bauparzellen in den beiden Neubaugebieten Eching-West und Dietersheim Süd-Ost festgelegt. Zudem wurde die Einkommensobergrenze auf 120.000 EUR Bruttojahresgehalt für Bewerberpaare bzw. 60.000 EUR für Einzelpersonen angehoben. Die aktualisierten und zum 01.01.2021 in Kraft getretenen Kriterien des sozialen Wohnbaulandmodells können Interessenten auf der Homepage der Gemeinde herunterladen oder nach Beendigung des Lockdowns im Rathaus einsehen.

Über die grundsätzliche Zielsetzung des Echinger Baulandmodells und die Entscheidung des Gemeinderats, gemeindliche Bauparzellen künftig wieder ausschließlich im Erbbaurecht zu vergeben, habe ich an dieser Stelle bereits in der Januar-Ausgabe ausführlich berichtet.

In den Monaten April bis Juni wird die Bewerbungsphase für die insgesamt 59 gemeindlichen Bauparzellen in den beiden Neubaugebieten Eching-West (28) und Dietersheim Süd-Ost (31) durchgeführt. Mich erreichen aktuell täglich Anfragen zu den Modalitäten der Baulandvergabe, zum Zeitplan des Vergabeverfahrens sowie zur Ausgestaltung des Erbbaurechtsvertrags. Auch wenn ich versuche, die Anfragen allesamt individuell zu beantworten, sind es größtenteils sehr ähnliche Fragestellungen. Um daher alle Interessenten gleichermaßen umfassend über den jeweiligen Bebauungsplan, die gemeindlichen Parzellen, die Kriterien des Echinger Wohnbaulandmodells und  den Ablauf des Vergabeverfahrens zu informieren, lade ich Sie herzlich zu einer

Infoveranstaltung zur Baulandvergabe am Mittwoch, 10.03.2021 um 18:00 Uhr ein.

2021-03-10_Infoveranstaltung_Baulandvergabe

Da eine Präsenzveranstaltung aufgrund der weiterhin anhaltenden Gefährdungslage durch das Corona-Virus nicht vertretbar ist, wird die Veranstaltung online durchgeführt. Den entsprechenden Link finden Sie am Tag der Veranstaltung auf der Gemeindehomepage.

Die Bauarbeiten unserer neuen Tennishalle werden bei Erscheinen dieser Ausgabe bereits begonnen haben. Die in den Vergabeverfahren erzielten Preise entsprechen in Summe exakt den veranschlagten Kosten (Abweichung von 0,5%), sodass der Wiederaufbau dank der Leistung der Brandversicherung wie geplant durchgeführt werden kann. Zudem hat der Gemeinderat einstimmig der Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Halle zugestimmt. Die mit rund 400kWp dann größte Photovoltaik-Anlage auf gemeindlichen Dachflächen wird Strom für rund 150 Haushalte erzeugen. Errichtet wird die Anlage durch die Bürgerenergiegenossenschaft Freising mit finanzieller Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Eine derartige Bürgerbeteiligung wäre auch für künftige Windenergieprojekte in unserer Region wünschenswert.

Da ich als Kind selbst auf eine Blutspende angewiesen war, ist es mir ein besonderes Anliegen, Sie auf den nächsten Termin zur

Blutspende am 01.03.2021 zwischen 15:30 und 20:00 Uhr im Bürgerhaus

aufmerksam zu machen. Dank vorheriger Terminvergabe und großzügiger Platzverhältnisse unseres Bürgerhauses, kann die Einhaltung der nötigen strengen Abstands- und Hygieneregeln sichergestellt werden. Bitte buchen Sie vorab einen Termin, um Wartezeiten und Gruppenbildungen zu verhindern. Meinen Termin für 16:30 Uhr habe ich bereits gebucht. Auch und gerade in Pandemiezeiten sind viele Menschen auf Spenderblut angewiesen. Erstspender sind ebenfalls willkommen. Helfen ist das beste Gefühl – probieren Sie‘s aus!

Herzlichst

Februar 2021 – Energiewende JA! – Aber bitte nicht bei uns? – Planungsstand der Windenergieanlage in Garching

Liebe Echinger

In Garching existiert bereits seit 2015 der Plan zum Bau von 4 Windenergieanlagen entlang der A9. Anstatt der vier mittelgroßen Anlagen, soll nun ein großes „Windrad“ mit einer Nabenhöhe von 165m und einer Gesamthöhe von 250m errichtet werden. Grundsätzlich stehe ich persönlich einer Errichtung von Windenergieanlagen zur regenerativen Stromerzeugung in unserer Region positiv gegenüber. 2019 habe ich gemeinsam mit ca. 50 weiteren bayerischen Bürgermeistern einen Appell an die Staatsregierung gerichtet, den Ausbau der erneuerbaren Energien stärker voranzutreiben anstatt diesen durch massive Einschränkungen wie die 10-H-Regelung zu blockieren. Während bis zur Einführung der 10-H-Regelung im Jahr 2014 bayernweit noch 160 Anlagen in Betrieb gingen, waren es 2019 nur noch 6. Die bundesweit nur in Bayern geltende 10-H-Regelung hat somit dafür gesorgt, dass der Ausbau der Windkraftanlagen in Bayern zum Erliegen gekommen ist. Der schwarze Peter wird einmal mehr den Kommunen zugesteckt, indem diese Bebauungsplanverfahren durchführen müssen. Im Jahr 2020 konnten bereits 23,5%, also fast ein Viertel, des Bruttostromverbrauchs in Deutschland durch die Windenergie gedeckt werden, während es in Bayern nur 6% waren. Die Windkraft ist damit bereits heute eine fundamentale Säule der deutschen Energieerzeugung und ein Motor der Energiewende weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern.

Die große Mehrheit unserer Gesellschaft hat die wissenschaftlich erwiesenen Folgen des Klimawandels erkannt, 93% der Deutschen fordern eine regenerative Energieerzeugung (Quelle: BDEW 2018). Auch der zunehmende Flächenverbrauch und die damit einhergehende Versiegelung der Landschaft werden zunehmend kritisch betrachtet. Ergo, wir brauchen effiziente Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie. Ein Windrad ist hierbei um ein vielfaches effizienter als andere erneuerbare Energien. Um die gleiche Menge an Energie zu erzeugen, verbraucht eine Photovoltaik-Anlage die 6-fache Fläche, eine Biogasanlage benötigt sogar die 270-fache Fläche zum Anbau von Silomais – auf die ethische Frage der Lebensmittelvernichtung möchte ich an dieser Stelle gar nicht eingehen. Es wäre zudem wünschenswert, wenn wir den immensen Strombedarf unseres Münchner Ballungsraums vor Ort erzeugen könnten, um gigantische Stromtrassen quer durch die Republik zu vermeiden.

Nun sehen wir uns mit den konkreten Planungen aus Garching konfrontiert. Wie sind diese zu bewerten? Im Fall des Garchinger Windrads wird die Stadt Garching ein Bebauungsplanverfahren durchführen, in dem mögliche Beeinträchtigungen der bestehenden Wohnbebauung sowie künftiger Siedlungsgebiete berücksichtigt werden. Als Nachbarn werden wir in diesem Verfahren beteiligt und werden die vorgelegten Gutachten kritisch prüfen, um eine negative Auswirkung auf Dietersheim zu verhindern. Die Entfernung der Windenergieanlage zur Dietersheimer Wohnbebauung beträgt 1,5km, somit ca. das 6-fache der Höhe des Windrads. Während ich dem Vorhaben der Errichtung einer Windenergieanlage grundsätzlich positiv gegenüberstehe, ist der geplante Standort meines Erachtens diskussionswürdig. Schließlich schränkt dieser sowohl die bauliche Entwicklung der TU München als auch eine mögliche Verlegung der Staatsstraße ein. Für die bereits in Planung befindliche Ortsentwicklung Dietersheims in Richtung Südwesten würde eine Windenergieanlage an diesem Standort auch Einschränkungen mit sich bringen. Die Entwicklungsperspektiven unseres Siedlungsraums dürfen durch eine solche Anlage nicht eingeschränkt werden. Es sollten daher im Verfahren alternative Standorte geprüft werden, die eine geringere Beeinträchtigung der heutigen und der künftigen Siedlungsentwicklung mit sich bringen. Ich bin bereits seit einiger Zeit im Austausch mit der Bürgerenergiegenossenschaft Freising zu möglichen Windkraftstandorten auf Echinger Gemeindegebiet. Nach meiner Kenntnis gibt es deutlich besser geeignete Standorte im Hinblick auf die Beeinträchtigung der Bevölkerung sowie im Hinblick auf die Windausbeute als diesen. Eine Zusammenarbeit mit der Bürgerenergiegenossenschaft hätte zudem den Charme der Bürgerbeteiligung. Somit könnten wir Bürger*innen mit einer kleinen Beteiligung unmittelbar profitieren und nicht nur eine auswärtige Firma oder ein Finanzinvestor. Dies würde auch die Rechtfertigung und die Akzeptanz eines solchen Projektes erhöhen. Liebe Dietersheimer Nachbarn, seien Sie versichert, dass ich als Ihr Bürgermeister unsere Interessen entsprechend vertreten werde.

Herzlichst