Jahresrückblick 2025: Gemeinde erzielt Rekordergebnis mit 21 Mio. Rücklagen

Liebe Echingerinnen und Echinger,

in den letzten Jahren haben wir mehrere Großprojekte für die Gemeinde realisiert: das neue Rathaus, die neue Tennishalle, das neue Feuerwehrhaus in Günzenhausen, das Fernwärmenetz im Hauptort, drei Neubaugebiete, neue Radwege, Straßensanierungen, das Erholungsgebiet Hollerner See, u.v.m. Auch für die kommenden Jahre sind wichtige Investitionen bereits angestoßen: die KiTa Eching-West mit ca. 150 Betreuungsplätzen sowie 14 Wohnungen, der Wohnungsbau Böhmerwaldstraße mit 19 Wohnungen, ein neuer Gemeindebauhof, die Neugestaltung unseres Bürgerplatzes, drei Neubaugebiete in Dietersheim, u.v.m.

All diese Investitionen müssen eine Gemeinde doch in den finanziellen Ruin treiben? Nein! Ganz das Gegenteil ist der Fall: während die Gemeinde 2016 mit 14 Mio. Euro hoch verschuldet war, haben wir diese Schulden bis 2025 auf 3 Mio. reduziert und keine neuen Schulden aufgenommen. Besser noch: die Finanzrücklagen konnten im gleichen Zeitraum von 9,5 Mio. Euro auf 21 Mio. Euro im Jahr 2025 gesteigert werden. Dieses Finanzpolster wird es uns ermöglichen, die geplanten Projekte zu stemmen und gerade durch die 33 neuen Gemeindewohnungen langfristig weitere Einnahmen für die Gemeinde zu generieren.

Dass unsere Gemeindefinanzen gesund sind, sieht man auch daran, dass wir eine der wenigen Gemeinden in Bayern sind, die nicht auf eine finanzielle Unterstützung des Freistaats angewiesen sind. Bayernweit erhielten im Jahr 2025 85% der Gemeinden Schlüsselzuweisungen, in Oberbayern sogar 95% aller Gemeinden. Auch im wirtschaftlich starken Landkreis Freising sind aktuell 17 von 24 Kommunen auf Unterstützung angewiesen. Diese Gemeinden könnten ohne externes Geld ihre Pflichtaufgaben nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen, Eching hingegen schon. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns nicht um projektbezogene Fördermittel bemühen: für den Wohnungsbau an der Böhmerwaldstraße werden wir ca. 3,6 Mio. Euro aus der Wohnraumförderung des Freistaats erhalten und für die KiTa Eching-West mit Wohnungen wurden nach langen Verhandlungen (der BR berichtete) nun auch Fördermittel in Höhe von über 6 Mio. Euro bewilligt. Für die Neugestaltung des Bürgerplatzes wurden wir in das Städtebauförderprogramm des Bundes aufgenommen und erwarten bis zu 60% Förderung. Hierzu läuft gerade der Gestaltungswettbewerb, im April soll der Siegerentwurf ausgewählt werden und 2027 wird der Platz umgebaut.

Welche Projekte wurden 2025 in unserer Gemeinde realisiert oder angestoßen? Begleiten Sie mich auf meiner jährlichen Tour durch die Gemeinde, die Sie auf unserem YouTUBE-Kanal sowie auf der Gemeinde-Homepage finden:

www.eching.de/2025

Jahresrückblick 2025 mit Bürgermeister Sebastian Thaler

Für das bereits begonnene Jahr 2026 wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen vor allen Dingen Gesundheit und Zufriedenheit. Lassen Sie uns Veränderungen und Herausforderungen als Chancen begreifen, um stets den Mut zu fassen, Neues zu wagen. Das gelingt uns am besten, indem wir positiv gestimmt, weltoffen und neugierig bleiben.

Herzlichst,

Ihr Sebastian Thaler
Erster Bürgermeister

Februar 2021 – Energiewende JA! – Aber bitte nicht bei uns? – Planungsstand der Windenergieanlage in Garching

Liebe Echinger

In Garching existiert bereits seit 2015 der Plan zum Bau von 4 Windenergieanlagen entlang der A9. Anstatt der vier mittelgroßen Anlagen, soll nun ein großes „Windrad“ mit einer Nabenhöhe von 165m und einer Gesamthöhe von 250m errichtet werden. Grundsätzlich stehe ich persönlich einer Errichtung von Windenergieanlagen zur regenerativen Stromerzeugung in unserer Region positiv gegenüber. 2019 habe ich gemeinsam mit ca. 50 weiteren bayerischen Bürgermeistern einen Appell an die Staatsregierung gerichtet, den Ausbau der erneuerbaren Energien stärker voranzutreiben anstatt diesen durch massive Einschränkungen wie die 10-H-Regelung zu blockieren. Während bis zur Einführung der 10-H-Regelung im Jahr 2014 bayernweit noch 160 Anlagen in Betrieb gingen, waren es 2019 nur noch 6. Die bundesweit nur in Bayern geltende 10-H-Regelung hat somit dafür gesorgt, dass der Ausbau der Windkraftanlagen in Bayern zum Erliegen gekommen ist. Der schwarze Peter wird einmal mehr den Kommunen zugesteckt, indem diese Bebauungsplanverfahren durchführen müssen. Im Jahr 2020 konnten bereits 23,5%, also fast ein Viertel, des Bruttostromverbrauchs in Deutschland durch die Windenergie gedeckt werden, während es in Bayern nur 6% waren. Die Windkraft ist damit bereits heute eine fundamentale Säule der deutschen Energieerzeugung und ein Motor der Energiewende weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern.

Die große Mehrheit unserer Gesellschaft hat die wissenschaftlich erwiesenen Folgen des Klimawandels erkannt, 93% der Deutschen fordern eine regenerative Energieerzeugung (Quelle: BDEW 2018). Auch der zunehmende Flächenverbrauch und die damit einhergehende Versiegelung der Landschaft werden zunehmend kritisch betrachtet. Ergo, wir brauchen effiziente Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie. Ein Windrad ist hierbei um ein vielfaches effizienter als andere erneuerbare Energien. Um die gleiche Menge an Energie zu erzeugen, verbraucht eine Photovoltaik-Anlage die 6-fache Fläche, eine Biogasanlage benötigt sogar die 270-fache Fläche zum Anbau von Silomais – auf die ethische Frage der Lebensmittelvernichtung möchte ich an dieser Stelle gar nicht eingehen. Es wäre zudem wünschenswert, wenn wir den immensen Strombedarf unseres Münchner Ballungsraums vor Ort erzeugen könnten, um gigantische Stromtrassen quer durch die Republik zu vermeiden.

Nun sehen wir uns mit den konkreten Planungen aus Garching konfrontiert. Wie sind diese zu bewerten? Im Fall des Garchinger Windrads wird die Stadt Garching ein Bebauungsplanverfahren durchführen, in dem mögliche Beeinträchtigungen der bestehenden Wohnbebauung sowie künftiger Siedlungsgebiete berücksichtigt werden. Als Nachbarn werden wir in diesem Verfahren beteiligt und werden die vorgelegten Gutachten kritisch prüfen, um eine negative Auswirkung auf Dietersheim zu verhindern. Die Entfernung der Windenergieanlage zur Dietersheimer Wohnbebauung beträgt 1,5km, somit ca. das 6-fache der Höhe des Windrads. Während ich dem Vorhaben der Errichtung einer Windenergieanlage grundsätzlich positiv gegenüberstehe, ist der geplante Standort meines Erachtens diskussionswürdig. Schließlich schränkt dieser sowohl die bauliche Entwicklung der TU München als auch eine mögliche Verlegung der Staatsstraße ein. Für die bereits in Planung befindliche Ortsentwicklung Dietersheims in Richtung Südwesten würde eine Windenergieanlage an diesem Standort auch Einschränkungen mit sich bringen. Die Entwicklungsperspektiven unseres Siedlungsraums dürfen durch eine solche Anlage nicht eingeschränkt werden. Es sollten daher im Verfahren alternative Standorte geprüft werden, die eine geringere Beeinträchtigung der heutigen und der künftigen Siedlungsentwicklung mit sich bringen. Ich bin bereits seit einiger Zeit im Austausch mit der Bürgerenergiegenossenschaft Freising zu möglichen Windkraftstandorten auf Echinger Gemeindegebiet. Nach meiner Kenntnis gibt es deutlich besser geeignete Standorte im Hinblick auf die Beeinträchtigung der Bevölkerung sowie im Hinblick auf die Windausbeute als diesen. Eine Zusammenarbeit mit der Bürgerenergiegenossenschaft hätte zudem den Charme der Bürgerbeteiligung. Somit könnten wir Bürger*innen mit einer kleinen Beteiligung unmittelbar profitieren und nicht nur eine auswärtige Firma oder ein Finanzinvestor. Dies würde auch die Rechtfertigung und die Akzeptanz eines solchen Projektes erhöhen. Liebe Dietersheimer Nachbarn, seien Sie versichert, dass ich als Ihr Bürgermeister unsere Interessen entsprechend vertreten werde.

Herzlichst